Veranstaltungen, Projekte, Aktionen

Flüchtlinge in Odelshofen begrüßt

Eine Woche nach der Bürgerversammlung in Odelshofen mit OB Wolfram Britz erreichte uns die Nachricht, dass 16 neue Flüchtlinge im ehemaligen Hotel Sonnenhof angekommen sind. Nach einiger Vorbereitung fuhr ein sehr internationales Begrüßungskomitee, bestehend aus Frauen aus Albanien, der Ukraine, einem Ukrainer, der arabisch spricht, einer Afghanin, einer Odelshofenerin und einem Korker am 06.10. in das ehemals respektable Hotel. Dort übergaben wir den anwesenden Flüchtlingen ein kleines Gastgeschenk und begrüßten sie in der Kehler Stadtgemeinschaft.

Nach kurzer gegenseitiger Unsicherheit berichteten die Geflohenen von ihren Sorgen und Nöten. In einem Fall fehlten die Papiere für das Kleinkind, eine andere Familie schilderte dass dies die 5. provisorische Unterkunft in Folge sei und es noch immer nicht gelungen sei, eine eigene Wohnung zu finden. Einige brauchten ein Fahrrad. Hier konnten wir den Kontakt zu unserer Fahrradwerkstatt herstellen, wo sich sicher schnell eine Lösung finden wird. Eine weitere Frau benötigte dringend einen Kinderwagen. Hier möchte sich unsere Frau aus Odelshofen im Dorf kundig machen, ob es einen solchen irgendwo übrig hat.

Wir sprachen die Geflohenen auch auf die Vorbehalte einiger Bewohner aus dem Dorf an. Dass zurückliegend immer wieder die Nachtruhe der Anwohner (als auch sicher der Bewohner der Unterkunft) gestört wurde. Hier zeigten die Reaktionen der Menschen, dass dieses Thema auch den Müttern mit ihren Kindern sehr wichtig ist. Jede Mutter freut sich, wenn ihre kleinen Kinder schlafen und sie selbst zur Ruhe kommen können. Je länger die Gespräche, desto mehr verstanden die Besuchten die Intention der Besucher:

Wir freuen uns, dass sie ein schützendes Obdach in Odelshofen gefunden haben, weit weg von Bürgerkrieg, Verfolgung und Gefahren. Wir werden wiederkommen und auch gerne für die noch kommenden Bewohner des Hotel Krone da sein. Jetzt da auch eine Sporthalle in Kehl für Flüchtlinge vorbereitet wird, brauchen wir eine Immobilie wie das Hotel Krone für eine menschenwürdige Unterkunft. Etwaige Probleme werden niederschwellig vor Ort kommuniziert und gelöst werden können. Hier steht der OB im Wort.

Besonders bedanken wollen wir uns beim langjährigen Integrationsmanager Fares Moussa, der früher selbst als Bewohner und Geflohener im Sonnenhof gewohnt hatte und mittlerweile so viele Menschen in ein selbstbestimmtes Leben mit Arbeit, Wohnung und Steuerzahlen begleitet hat. Nicht nur einmal haben wir mit ihm sehr menschliche Lösungen für Menschen in großer Not und Verzweiflung gefunden.

Ukrainisches Fest in der Feldscheune

Lange geplant, verschoben, umgeplant fand am 10.09. unser Ukrainefest in der Feldscheune statt. Ca. 80 Teilnehmer (Erwachsene und Kinder) feierten mit uns von 15:00 bis 19:00 Uhr zusammen. Frau Stein erklärte sich mit ihrem Team sofort bereit, ihre Räumlichkeiten für diesen Tag uns zur Verfügung zu stellen. Es war ihr sichtlich eine Herzensangelegenheit, hier dabei zu sein. Das Team sorgte in sehr angenehmer Weise für Kaffee und Kuchen und später für Pizza, im speziellen Ofen der Scheune zubereitet. Auch die Dekoration zeigte, dass hier mit viel Liebe gearbeitet wurde. Dankeschön!!

Anfangs lagen uns 4 kulturelle Beiträge aus den Reihen der Gäste vor. Manches war noch nicht sicher, mal sehen, ob man sich auf die Bühne trauen würde. Nach einer hervorragenden jungen Geigerin war jedoch der Bann gebrochen: Ein Programmpunkt folgte auf den anderen: Mal sang Luba mit ihrem Vater Ruben (Gitarre), mal stürmte ein uns namentlich nicht bekannter, äußerst selbstbewußter Junge die Bühne und sang ein offensichtlich lustiges Lied, das alle bis auf wir wenigen Deutschen bestens kannten, mal griff Margarita zur Gitarre oder spielte eine junge Frau während dem Abbau hervorragend auf dem leider vollkommen verstimmten Klavier auf der Bühne. Auch die Nationalhymne der Ukraine wurde intoniert und mit gesundem Nationalbewusstsein mitgesungen. Dieses angegriffene Land hat eine noch sehr junge demokratische Geschichte und Freiheit. Die darf der Ukraine niemand nehmen.

Herr Jais hatte auch Herrn Seric, den Leiter der Geiger-Stiftung zu diesem Nachmittag eingeladen. Die großen Projekte, vor allem die Finanzierung der unzähligen Laptops und Tablets wären ohne die Zuwendungen durch die Geiger-Stiftung in der aktuellen Form undenkbar. Hierfür bedankten sich Herr Jais und die Anwesenden sowie 5 Kinder mit dem Wort „Danke“ in der Hand ausdrücklich bei Herrn Seric.

Gegen Ende der Veranstaltung, als Margarita über den Beamer Fotos der zurückgelassenen Heimat Ukraine zeigte, wurde es teilweise sehr still und traurig in der Feldscheune. Nicht wenigen standen Tränen in den Augen als sie die Fotos aus besseren Tagen in Kiev, Odessa und Charkiw sahen. Die Menschen sind hier in Kehl sicher aber ihre dort lebenden Verwandten, Freunde nicht. Keiner weiss, was Putin und seine Regierung noch vorhaben. Sie haben ihr altes Gymnasium zerbombt, sie aus ihren Häusern verjagt, durch Raketen, Angst und Schrecken.

Die vielen in Kehl lebenden Ukrainer können feiern und halten zusammen, haben uns ihre Kultur gezeigt. Wir haben zusammen gesungen und gelacht und waren zusammen traurig.


Malkurse mit Oksana Kuschnier

In den letzten 2 Ferienwochen fanden 2 Malkurse in Kooperation mit dem Korker Verein „Vielfältiges Kork e.V.“ statt. Während einer Fahrt mit einer ukrainischen Mutter entstand die Idee, eine Malaktion für Kinder und Erwachsene anzubieten. Ich bat Luba, diese Idee doch in der ukrainischen Telegramgruppe der 450 Ukrainer in Kehl zu posten. Mit der Frage, ob vielleicht jemand uns bei der Durchführung helfen könne. Jemand, der selbst malt und Spaß an einer solchen Aktion hat.

Es meldete sich Oksana Kuschnier, ebenfalls Ukrainerin, die bereits seit 4 Jahren in Kehl lebt. 20 Minuten nach der Idee trafen wir sie bereits und planten das Ganze. Eine Woche später waren Farben und Leinwände gekauft, die Aula der alten Schule vorbereitet und 10 Teilnehmer konnten sich in hochkonzentrierter Atmosphäre in ihren Malkünsten verbessern und hatten sichtlich Spaß dabei.

In der ersten Septemberwoche waren es die Erwachsenen, die zusammen mit Oksana den Schwarzwald mit verschiedenen Techniken abbildeten. Auf den ersten Blick wirken diese Bilder sehr ähnlich und doch hat jedes eine eigene Note. Bei beiden Veranstaltungen finanzierte die Kehler Flüchtlingshilfe eine gepflegte Kaffeepause und im zweiten Fall auch die Farben und Leinwände. Oksana hat noch einige Aktionen mit verschiedensten kreativen Techniken vor. Oksana, wir sind sehr froh, dass wir Dich kennengelernt haben und werden Dich in Deinen Angeboten weiter organisatorisch und finanziell unterstützen!


Ukrainisches Gebäck und Wariniki auf dem Markt

Am Samstag, den 03.09. waren einige ukrainische Frauen mit einem eigenen Stand auf dem Mutter-Kinzig-Markt vertreten. Angeboten wurde ukrainisches Gebäck und Wariniki („ukrainische Maultaschen“) sowie Kompot als Getränk. Am Anfang stand die Idee, das Wariniki-Rezept und am 03.09. ein schützendes Zelt, ein Gefrierschrank, Trinkwasserkanister, der unvermeidliche deutsche Spuckschutz und vieles Andere direkt vor der Mutter Kinzig auf dem Marktplatz.

Motor nicht nur dieser Idee und Umsetzung war wiederum wie so oft Margarita Koshyl, die das Ganze koordinierte, aufbaute und nie aufgab. Die Einnahmen der Aktion gingen komplett an ein kleines Spendenprojekt, von einer Kehler Ukrainerin initiiert. Die Lebensmittelkosten sowie einige kleinere Investitionen für den Stand übernahm die Kehler Flüchtlingshilfe.

Der Stand war ein voller Erfolg: Es wurde ein wirklich ordentlicher Betrag eingenommen, die ukrainische Kultur war auf dem Markt präsent, der Stand war den ganzen Tag ein Treffpunkt für die ukrainische Exilgemeinde und es war eindrücklich, wieviel Freude das Verkaufspersonal zeigte. Nicht an jedem Marktstand tanzen die Verkäuferinnen zu ukrainischer Popmusik. Auch nicht zu einheimischen Klängen:-)

Danke an das Stadtmarketing für die unbürokratische Unterstützung des Ganzen. Schwer war nur den Ukrainerinnen zu erklären, warum der Spuckschutz genau in Deutschland notwendig sei. Aber dank Guido Fleig von der Diakonie Kork konnte auch dieser zusammengenagelt werden


Dank der Geiger-Stiftung können weitere 20 Laptops und 25 Tablets angeschafft werden

Durch den Zuzug von weiteren Familien und deren Kinder / Jugendlichen hat sich der Bedarf an Tablets und Laptops vergrößert. Bislang haben wir nur SchülerInnen und Auszubildende mit Geräten versorgt. Durch die Teilnahme der Mütter an den verschiedensten Deutschkursen besteht auch dort ein Bedarf, vornehmlich an Tablets. Sicher hat jede Familie zumindest ein Smartphone, das den Weg über den Rucksack aus der Ukraine nach Kehl gefunden hat. Nur: ein stundenlanges Lernen damit ist äußerst schwierig. Ein Tablet / ein Laptop ist mobil und ausreichend groß.

Nach einer konkreten Bedarfsermittlung über Margarita Koshyl und einem Gespräch mit Herrn Seric von der Geigerstiftung konnten wir 20 Laptops und 25 Tablets bestellen. Diese Geräte gehen nicht nur an die Ukrainer, sondern auch an andere Landsleute, die nach der Flucht jetzt in Kehl leben.

Zurückliegend, vor dem Februar, hatten wir so bereits über 120 SchülerInnen aus unterschiedlichsten Ländern mit Laptops unterstützen können.

Wer schon länger in Kehl lebt und sich etwas aufgebaut hat, hat andere Bedarfe als jemand, der seit 2-3 Monaten hier ist. Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt unserer momentanen Arbeit auf der Ukraine.

Der Geigerstiftung möchten wir auch an dieser Stelle sehr herzlich danken für die äußerst großzügige finanzielle Unterstützung und das große Vertrauen in unsere Helfergruppe!


Opferfest der afghanischen Frauen und Kinder unterstützt

Am Sonntag, 17.Juli 2022 fand ein, von Sunam Kohistani mit ihrem Helferteam organisiertes, Fest im Foyer der Gemeindehalle Kork statt. Die Kehler Flüchtlingshilfe e.V. unterstützte die Veranstaltung finanziell und ideell. Nachdem bei der ersten Zusammenkunft in der VillaRiwa 25 TeilnehmerInnen „dabei“ waren, kamen zu diesem Fest bereits 75 Frauen und Kinder.

Es wurden auch diesmal bewußt nur Frauen und Kinder eingeladen. In weiteren Veranstaltungen ist auch die Teilnahme der Männer geplant.

Ein besonderer Dank gilt dem Ortsvorsteher Patric Jockers, der die unkomplizierte Nutzung der Räumlichkeiten kurzfristig ermöglichte.

Ziel der Treffen ist, neben dem gemeinsamen Spaß am Tanzen, Singen und dem Austausch unter sich, auch die Pflege der eigenen Kultur. Sie zu bewahren, stolz auf sie zu sein und sich trotzdem in die Kehler Bevölkerung zu integrieren ist die Gratwanderung, für ALLE.

Wir unterstützen Sunam Kohistani und ihr Team, um ihr auf dem Weg zu einer Interessensvertretung der Kehler afghanischen Landsleute zu helfen. Was unter den Ukrainern, durch die junge aber intensive demokratische Tradition rasch gelingt, ist bei den Afghanen deutlich schwieriger. Aber es wächst (!) – vor allem unter den sehr selbstbewußten Frauen.

Danke, für Ihre Spende, welche einen fröhlichen und gruppenbildenden Nachmittag ermöglichte.

Selbstverständlich verwenden wir zweckgebundene Spenden an die „UkrainerInnen“ auch nur für diese Gruppe. Zum Glück gibt es aber auch allgemeine Spenden für unsere Arbeit. Diese verwenden wir dann z.B. für solche „Feste“.


Weltflüchtlingstag, 20. Juni 2022, vor der Friedenskirche Kehl

Niemand flüchtet gern – auch nicht von den anderen Kriegsschauplätzen und Konfliktregionen jenseits der Ukraine, zum Beispiel in Afghanistan, Syrien oder Eritrea.
Seit 1993 sind mehr als 48 000 Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Die meisten sind im Mittelmeer ertrunken. Andere wurden an Grenzübergängen erschossen. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder und Babys.

Ein Teil der Namen wurden vor der Friedenskirche vorgelesen, Namen der Flüchtlinge wurden auf Streifen geschrieben und rund um die Kirche aufgehängt, für alle sichtbar. Auf der Passerelle fand ein Friedensgebet statt.

Auch die Kehler Flüchtlingshilfe war mit Sunam, Margarita und Rolf als Akteure vertreten, Erich und Clemens fanden sich unter den BesucherInnen ein.

Zwar können wir das Geschehene nicht ungeschehen machen – wir können aber den Verstorbenen unsere Ehre erweisen und uns deutlich gegen ein „Weiter So“ an den Grenzen Europas einsetzen.


„HHC Benefizkonzert, 19.6.2022, 16 Uhr Passerelle“

Sunam und Margarita „Unfriede ist in mir …“

Ein tolles Konzert, tolle Wortbeiträge, ein Saxophonist, welcher das Gesagte in Töne modulierte und eine Spende von 830 Euro, so die Rahmendaten des HHC Konzerts an der Passerelle.

Allen Musikern merkte man die Freude über den öffentlichen Auftritt an, war doch Corona bedingt zwei Jahre lang das MusikerInnendasein bestenfalls von Proben geprägt.

Aber auch dem Publikum merkte man die Freude über die Rückkehr des kulturellen Lebens nach dem Corona Lockdown an. Im Anschluss war einem, bedingt durch den Angriffskrieg auf die Ukraine auch nicht nach feiern zumute. So passte es sehr gut, dass die Verantwortlichen des HHC ein Konzert für den inneren und äußeren Frieden veranstalteten. Natürlich kam man nicht um die Ukraine „herum“, aber deutlich wurde auch, dass wir weltweit auf der Suche nach dem inneren und äußeren Frieden sind und dass diese Suche elementar für das Mensch – Sein ist.

Prisca Lutz und Clemens Bruder stellten die Arbeit sowohl der „Kehler Flüchtlingshilfe“ als auch der Initiative „Kehler schicken Hilfe“ in einem Interview von Jürgen Eller dar und Wolfram Britz machte in seinem Grußwort zu Beginn deutlich, dass das Wichtigste für eine funktionierende Gesellschaft die Kommunikation untereinander und das Äußern von Wünschen, Nöten, aber auch von Begabungen und Engagement und Einsatzwillen sind.

Danke an alle Mitwirkende und den Besuchern ein „Vergelt’s Gott“ für die überwältigende Spende zugunsten der Initiative Kehler schicken Hilfe.

(Clemens Bruder)

Jürgen, Ralf, Wolfram, Clemens, Prisca, Darya, Victoria, Margarita, Sunam und Christian nach dem Konzert

„Kehler schicken Hilfe“

Die Initiative „Kehler schicken Hilfe“ hat sich gegründet, um Menschen an der rumänisch/ukrainischen Grenze zu helfen.

Nach dem Spendenaufruf von Darya Romanenko in der KEHLER ZEITUNG vom 12. April dieses Jahres hat sich die Initiative „Kehler schicken Hilfe“ zusammengefunden und organisiert nun in Kehl Sammlungen von (haltbaren) Lebensmitteln, medizinischen Hilfsmitteln, Tierfutter, Hygieneprodukte etc., die sie in das ukrainische Grenzgebiet schickt. Darya Romanenko, die in Charkiw in der Ukraine aufgewachsen ist, arbeitet für die Hilfsorganisation Israaid Germany e.V. und organisiert vor Ort an der rumänisch- ukrainischen Grenze die Verteilung der Hilfsgüter in die Ukraine.

Wir von der kehler-fluechtlingshilfe.de freuen uns mit dem Verein vielfältiges Kork e.V. über dieses weitere humanitäre ehrenamtliche Engagement und sagen unsere Unterstützung zu.

Toll, dass es Euch gibt.


Fahrradspendenaktion

„Die Kehler Flüchtlingshilfe bittet, für Schutzsuchende, die in Kehl und Umgebung leben, Fahrräder zu spenden. Bedarf besteht an Damenfahrrädern, Fahrrädern für Jugendliche und Kinder und an Rollern. Obwohl die Fahrräder von der Fahrradwerkstatt der Flüchtlingshilfe geprüft werden, sollen sie verkehrstüchtig sein. Damit Mitglieder der Flüchtlingshilfe Räder und Roller abholen können, melden Sie bitte Ihre Spende an: hilfe@kehler-fluechtlingshilfe.de oder per Telefon: 07851-3244 mit folgenden Angaben: Name, Straße, Telefonnummer und um welche Art der Spende es sich handelt. Für die Unterstützung, auch durch tägliche Geldspenden, dankt die Kehler Flüchtlingshilfe.“, so de Zeitungsartikel, welcher am Freitag, 20. Mai 2022 veröffentlicht wurde.

Es sind mittlerweile etwas mehr als 45 Fahrradspenden eingegangen!

Unser großer Dank geht an die SpenderInnen! German, „unser“ ehrenamtlicher Ukrainer, ist gerade dabei, die Fahrräder auf Verkehrstüchtigkeit zu überprüfen, bevor sie ihre/n neue/n BesitzerIn kennen lernen dürfen.


Benefizkonzert mit Trinkmanns in der Gemeindehalle Leutesheim

Am Freitag, den 20.05.2022 veranstaltete die Harmonie Leutesheim im Rahmen ihres Musikfestes eine Benefizveranstaltung zugunsten der Kehler Flüchtlingshilfe. Wer solch eine Veranstaltung bereits einmal vorbereitet und durchgeführt hat, der kann nachvollziehen, wieviel Arbeit dies bedeutet. Dass der Erlös unserer Organisation zugute kommt, ist dabei nicht selbstverständlich: Die Vereine brauchen in Post-Corona-Zeiten eigentlich jede Einnahme für ihre eigenen Aufgaben.

Umso mehr hat uns die großzügige Entscheidung gefreut.

Zunächst spielte die „Giner-Band“, die es so eigentlich nicht gibt und in Teilen durch Krankheitsfälle mit sehr flexiblen Ersatzmusikern auftreten mussten. Zunächst mit hartem gitarrenlastigen Metal, später durch eine Sängerin plus Geigerin verstärkt, auch mit sehr melodischer Musik (Am Fenster!).

Nach einer Umbauphase betraten die allseits bekannten Trinkmanns die Bühne. Hier weiß man was man bekommt: Sauber gespielten Cover-Rock zum Spaßhaben! Den Abschluß bildete ein DJ, der den sehr späten Abend ausklingen ließ.

Die Kehler Flüchtlingshilfe war mit insgesamt 11 Personen vor Ort, Helfern, wie Ukrainern, die mit dem blauen Flüchtlings-Ibiza in mehreren Fahrten zur Halle in Leutesheim gefahren wurde. Mehr wollten kommen, saßen aber aus Termingründen in Kehl fest.

Zwischen den 2 Bands gab uns Michael Blechinger, 1. Vorsitzender der Harmonie Leutesheim, die Gelegenheit, unsere Arbeit kurz vorzustellen und uns zu bedanken. Dabei wurden wir von Katarina und Kyril aus Charkiw, seit 2 Wochen in Kehl lebend, unterstützt.

Vielen Dank an die Harmonie Leutesheim, alle Helfer und Musiker für die viele Arbeit! War uns eine Freude!


Laptop und Tablet an junge Afghanen

Wir haben die Nichtukrainer in unserer Arbeit nicht vergessen, auch wenn der Fokus derzeit bei den recht neu in Kehl angekommenen Ukrainern liegt. In unserem Leitungsteam- Mitglied Sunam Kohistani haben wir einen direkten Draht zu den verstreut in Kehl lebenden afghanischen Familien.

Mithilfe nicht ukraine-zweckgebundenen Spendengeldern konnten wir 2 junge Afghanen mit einem Laptop und einem Tablet überraschen. Sunam wird die Familie begleiten und darauf achten, dass die Geräte für die Schule genutzt werden können. Hier kann sie ihre eigenen Erfahrungen auf dem Computer weitergeben. Zusätzlich wird sie ein maßgeschneidertes Deutschlernkonzept mit Hilfe der Geräte als früherer Anfängerschüler jetzt selbst weitergeben.

Sie wird in Bälde eine Reise nach Berlin antreten, zu der sie von einem Bundestagsabgeordneten der Grünen eingeladen worden ist. Dort wird sie den Reichstag besuchen und direkte Gespräche mit unseren gewählten Volksvertretern führen. Schön dass sie und ihre Familie nicht mehr in der Gewaltherrschaft der heimischen Taliban leben müssen.

Wenn Sie nicht zweckgebunden für die Ukraine an uns spenden, ermöglichen Sie uns auch diesen Kreis zu unterstützen.


Begegnung im Jugendverkehrsgarten

Die Ortsverkehrswacht Kehl-Hanauerland hat in Kehl lebende Frauen aus der Ukraine mit ihren Kindern auf den Platz der Jugendverkehrsgartens eingeladen. Christina Schroth von der Verkehrs-wacht (auf dem Bild hintere Reihe links) und ihre Helfer hatten dieses Mal nicht nur Fahrräder und Helme bereitgestellt und die Ampelanlage einzuschalten, sondern auch für Kaffee, Tee und Kuchen gesorgt. Während die Kinder mit den Rädern munter ihre Runden auf dem Parcours drehten und Verkehrszeichen zu beachten und zu befolgen hatten, konnten die Mütter die schöne Anlage, das Fahrräderdepot, die Werkstatt und den Gastraum anschauen und sich dann im Freien an gedeckten Tischen austauschen. Für angebotene Fahrradkurse für Erwachsene gab es Interessenten. Da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt war, wird die Verkehrswacht Kehl am Sonntag, 29. Mai 2022, 16.00 Uhr einen zweiten Termin anbieten.
Foto: Margarita Koshil


Das gute Herz Deutschlands hilft der verkrüppelten Seele der Ukraine.

Etliche Flüchtlinge aus der Ukraine kamen nach Kehl. Das sind ganz normale Leute, deren Häuser brutal zerstört wurden. In den schwierigsten Momenten ihres Lebens haben sie es geschafft, nur ein paar Rucksäcke mitzunehmen und auf eine friedliche Zukunft zu hoffen. Eine große Zahl von Kindern hat ihr früheres Leben und ihre früheren Chancen verloren. Aber dank der Freiwilligen der „Kehler Flüchtlingshilfe“ hatten diese Kinder das Gefühl, nicht alleine mit ihren Problemen zu sein. Ein wichtiger Punkt für alle Kinder war die Frage: „Wie nehmen wir an dem Fernunterricht der ukrainischen Schulen teil?“ Ohne die notwendigen Geräte und Bedingungen können die Kinder einfach nicht weiter Wissen erhalten.

Doch die Ehrenamtlichen der Initiative haben dieses Problem schnell gelöst. Die Kinder erhielten eine große Anzahl von Laptops und Tablets, damit sie ihr Studium / ihren Unterricht fortsetzen konnten und ihre Hausaufgaben erledigen können. Diese Geräte wurden mit Spenden von besorgten Kehler Bürgerinnen und Bürgern gekauft, die sie der Organisation „Kehler Flüchtlingshilfe“ überließen. Nach ein paar Tagen erhielten wir eine große Anzahl von Danksagungen von Eltern. Sie schickten uns Bilder ihrer glücklichen Kinder, die an ihren neuen Laptops saßen. Die Kinder konnten sich ernstgenommen fühlen. Laptops zu bekommen war für sie wie ein Geburtstagsgeschenk. Die Kinder waren sprachlos über die Freundlichkeit, die sie aus Deutschland erhielten. Jetzt wird das unbezahlbare Lächeln der Kindes die Eltern erfreuen und ein weiterer Sonnenstrahl wird durch das Fenster auf sie scheinen.

Dank der Spenden aus Kehl können Kinder auch während eines brutalen Krieges unterrichtet werden.

(Margarita Koshyl)


Ukrainische Deutschlehrerin unterstützt

Eine ukrainische Deutschlehrerin sprach uns an: Sie wollte gerne, so bald als möglich, in einem hiesigen Sprachinstitut Deutschkurse für andere geflüchtete Ukrainer anbieten, mit der Besonderheit, dass sie die Muttersprache der Schüler spricht. Somit kann der Lernstoff sicher und rasch vermittelt werden. Für die Anerkennung ihres Diploms benötigte sie jedoch eine beglaubigte Übersetzung. Die Rechnung hierfür konnte sie aktuell nicht begleichen. Wie bei viele UkrainerInnen laufen derzeit die Anträge für Sozialleistungen, welche aber noch nicht umgehend ausgezahlt werden können. Da hier die Lehrerin selbst, als auch die zukünftig von ihr durchgeführten Kurse unterstützt werden, haben wir die Rechnung für sie von Spendenmitteln beglichen.

Heute kam die beeidigte Übersetzung bei ihr an. Sie freut sich sehr über die Hilfe und bedankt sich bei den Spendern!


Schlafsäcke und Kindersitze

„Wir brauchen schnell Bettwäsche und irgendwie müssen wir die Kinder auch abholen!“, …. so der Inhalt eines der vielen Telefonate, welches die ehrenamtlichen HelferInnen der Initiative Kehler Flüchtlingshilfe heute führten.

Also: Kontostand einholen, Bedarfe erheben, ab ins Auto und keinen halben Tag später sind sowohl ausreichend und geeignete (zugelassene und sichere) Auto- Kindersitze für alle Altersstufen sowie eine „Ladung“ Schlafsäcke und Spannbettlaken gekauft und im Einsatz.

4 Kindersitze, 6 Schlafsäcke, 6x Bettzeug…
…warten auf den nächsten Einsatz

Diese Spontaneität funktioniert nur dank Ihrer Spende – und die Dankbarkeit darüber steht uns jeden Tag auf dem Gesicht und erst recht den EmpfängerInnen Ihrer Spende.

Leider haben wir von einigen SpenderInnen, welche gerne eine Spendenbescheinigung hätten (oder gar brauchen) keine postalische Anschrift erhalten. Wir benötigen diese jedoch, um Ihnen auf postalischem Weg die Bescheinigung zukommen zu lassen. Sollten Sie also noch auf eine Bescheinigung warten, so scheuen Sie nicht, uns zu kontaktieren. DANKE!


Eine weitere Familie findet ein Zuhause

Beim Ausliefern der Laptops am vergangenen Samstag staunten wir, wie viele Wohnungen / Unterkünfte in Kehl für die aus der Ukraine Geflüchteten zur Verfügung gestellt wurden. Über diese Hilfsbereitschaft der Einzelnen wird leider viel zu wenig berichtet – aber wir waren einfach überwältigt, wie menschlich unser Wohnort doch bei Bedarf sein kann. Für die unbürokratische und echte Hilfe einfach an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.
Auch heute kam wieder eine weitere Familie in Kehl an, die Dank schneller und guter Zusammenarbeit von ehrenamtlichen Strukturen und kommunalen Hilfsangeboten innerhalb kürzester Zeit eine adäquate Wohnung (Zusage für ein Jahr !!!) beziehen konnte.
An dieser Stelle ebenfalls ein großes DANKE an die Stadt Kehl, die mit uns auf Augenhöhe arbeitet und bei den momentanen, raschen Entscheidungen einfach die Hilfe in den Vordergrund stellt. Das kommt (gut) an!


Zweite Laptop Auslieferung

Am Samstag, den 9.4.2022 waren Aaron, Clemens, Karin (Bruder) mit Margarita Koshyl unterwegs, um die zweite Charge an Laptops zu verteilen. Das war sehr schön, sehr lustig (wir hatten uns nach kurzer Zeit entschieden, obwohl ortskundig, doch das Navi zu verwenden, hatten unsere erste Ukrainischstunde bei Margarita, haben uns mit einem Eis gestärkt…) und doch auch emotional sehr berührend. Schön, wenn man so helfen kann /darf!

Gut, dass Sie so gespendet haben, damit wir das machen können – Jugendlichen und Kindern einen Zugang zu ihren Freunden und ihrer Schule fernab der Heimat zu ermöglichen.

Schauen Sie in die Gesichter der „EmpfängerInnen“. Das haben Sie gut gemacht!


Ehrenamtlicher Deutschunterricht

Für einen Deutschkurs (für ukrainische Geflüchtete) im Kehler Kulturhaus übernehmen wir die Kosten für die Bücher der Teilnehmer. Wir bedanken uns bei Herrn Wörthle für die Leitung des dortigen Unterrichts!


Geflohene Ukrainer im Korker Hotel Hirsch

Seit Wochen beherbergt der Hirsch in Kork immer wieder Geflohene aus der Ukraine – von Frauen mit kleinen Kindern bis zu hochbetagten Frauen, die rasch und unkompliziert im Hirsch und im angeschlossenen Boardinghouse eine erste Unterkunft für eine gewisse Übergangszeit finden. Wir bedanken uns im Sinne der so vielen Untergekommenen für diese wirklich gelebte Solidarität.

Unsere Meinung: Die Bevölkerung kann ihren Dank ja auch einfach durch einen Besuch bei diesen Unterstützern zum Ausdruck bringen! Vielleicht wird ja ein „Stammtisch“ daraus?


18 Laptops und 10 Tablets angeschafft

Das ukrainische Bildungsministerium unterstützt die geflohenen Schüler auch weiter im Exil. So wird, wo möglich, weiter per Videokonferenz im gewohnten Klassenverband unterrichtet. Die Ukraine ist digital definitiv sehr viel weiter als Deutschland. Wenn wir in die Fremde flüchten und hoffen würden, bald wieder in unsere Heimat zurückkehren zu können, dann würden wir unsere Kinder sicher ebenfalls im heimischen Schulsystem beschulen. Damit dies gelingt braucht es geeignete Geräte.

Margarita Koshyl hat hierzu den Bedarf an Laptops und Tablets in ihrer mehr als 80 köpfigen Telegram-Gruppe erfragt. Am Folgetag sprachen wir uns im Leitungsteam ab und kauften und verteilten bislang 18 Laptops, lokal bei Oehler in Kehl gekauft, in den vielen Familien des Raumes Kehl. 10 Tablets folgten und wurden ebenfalls bereits ausgeliefert.

So können die Kinder und Jugendlichen sich weiterbilden und Kontakt halten zur eigenen Schulklasse. Wer je versucht hat, mit einem Handy Homeschooling zu betreiben wird wissen, dass die Freude der Empfänger groß war.

Solche Aktionen sind nur mit viel Spendengeld möglich. Vielen Dank an alle bisherigen Spender, es war uns allen gestern Abend eine große Freude, Ihr Geld für diesen Zweck auszugeben! Bitte ermöglichen Sie es uns durch Ihre Überweisung weiter, rasch und zielgenau zu helfen.


Bis zu 13 Ukrainer im Hafen 17 untergekommen

Dies ist kein Projekt unserer Initiative, verdient aber eine Würdigung und Respekt:
Mirko Sansa hat in seinem Hotelbereich im Hafen 17 an Spitzentagen bis zu 13 geflohene Ukrainer kostenlos beherbergt und verköstigt, die sonst nirgends untergekommen wären oder in einer Messehalle hätten nächtigen müssen.
Dies fand statt in einer Phase, in der die Gastronomen versuchten, langsam wieder auf die Beine zu kommen. Neben der Unterkunft wurden Kleidung, Amtsgänge und so vieles Andere mitorganisiert. Mirko, Dein großes Herz ist in der Stadt bekannt. Hast Du gut gemacht. Wir sind stolz auf Dich!
Und: an alle LeserInnen: einfach mal hier den Feierabend ausklingen lassen? Das wäre in unserem Sinne!


Musik für den Frieden

Am 19.03.2022 spielten 15 Künstler und DJs auf 6 Bühnen in der Innenstadt zugunsten der Kehler Flüchtlingshilfe. Organisiert wurde dieses musikalische Angebot von der Stadtmarketing Kehl. Ursprünglich war das Event als Musikfest zum Frühlingsbeginn geplant. Nach dem Ausbruch des Ukrainekrieges wurde entschieden, den Erlös der Spendentonnen, die vor jeder Bühne standen, unserer Flüchtlingshilfe zukommen zu lassen. Die Musiker verzichteten auf Teile ihrer Gage, Schulen übernahmen ein Getränke- und Verzehrangebot. Kurz: Die Fußgängerzone war belebt von guter Musik und ganz viel Lebensfreude und Solidarität mit der Ukraine.

Wir möchten uns bei allen Mitwirkenden, Musikmachenden, Aufbauenden, Backenden bedanken und versprechen, das eingegangene Geld gut für die bei uns untergekommenen Ukrainer einzusetzen.
Danke euch allen!


Transport von Hilfsgütern an die ukrainische Grenze

Anfang März fuhr, vermittelt durch Bernadette Thomas, ein LKW mit bestellten Hilfsgütern an die polnisch/ukrainische Grenze. Die Sachspenden wurden in tagelanger Arbeit von einem unermüdlichen Helferteam in einem großen Raum der Tulla-Realschule gesammelt, geordnet, etikettiert. Ziel war es, nur wirklich am Zielort benötigte Artikel zu transportieren. Die Menge der Güter war unglaublich und konnte nur durch die Zusammenarbeit mit einer Spedition bewältigt werden.


Fahrt zweier Kleinbusse nach Polen

Ebenfalls am ersten Märzwochenende starteten zwei, vom evangelischen Dekanat zu einem extremen Sonderpreis zur Verfügung gestellten Kleinbusse, mit jeweils 2 Fahrern und bestellten Hilfsgütern für eine ukrainische Hilfsorganisation in Richtung Polen. Dort wurden die Güter übergeben und insgesamt zehn geflüchtete Frauen und Kinder nach Deutschland mitgenommen. HIER ein Bericht von der Fahrt (auf HIER klicken)


Gecharterter Reisebus, über Nacht organisiert

Nachdem ein zuvor geplanter großer Reisebus zur Überführung von Geflüchteten von der ukrainischen Grenze in unsere Region nicht genutzt werden konnte, organisierte Bernadette Thomas über Nacht eine polnische Firma, die einen 50-Sitzer samt Fahrer zur Verfügung stellte. Dieser brachte ebenfalls am ersten Märzwochenende 50, aus ihrem Land geflohene Ukrainer, direkt nach Heidelberg- vorbei an der überfüllten Berlinroute. Auf dem Rückweg nach Polen nahm der Bus zusätzlich Hilfsgüter in den Osten Polens mit.


86 Laptops an Kehler Schüler mit wenig Geld vermittelt

Vom Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 vermittelten wir insgesamt 86 Laptops an Kehler Schüler und Auszubildende aus finanzschwächeren Familien, hierunter ein hoher Prozentsatz an Migranten.

Während des Lockdowns unter Corona drohten viele Schüler mangels geeigneter Computer den Anschluss in der Schule zu verpassen. Nicht jede Familie kann sich diese Anschaffungen leisten. Durch enorme Geldspenden der Bürgerstiftung, der Sparkasse und der hiesigen Geigerstiftung konnten insgesamt 86 Geräte angeschafft werden. Die Kehler Flüchtlingshilfe kontaktierte die betreffenden Empfänger und schulte sie teilweise in der Nutzung der Laptops.