Putins Russland bombardiert weiter Wohngebiete

Ich weiß nicht, ob es diese Meldung in die Nachrichten schafft: Am 02.01. dieses jungen Jahres gab es zwei Raketenangriffe mittels russischer Iksander-Abschusssysteme auf ein Wohngebiet in Charkiw. 30 Meter von einer mir sehr vertrauten Ukrainerin. 2 Angriffe hintereinander, vermutlich um Helfer auch noch zu töten.
Während europäische Regierungschefs zusammen sitzen, Trump in einer Woche drei Mal die Meinung ändert. Und Putin sich beschert, dass man seine Residenz „angegriffen“ habe. Diese Meldung schaffte es in die Nachrichten und wurde von allen Perspektiven aus beleuchtet. Hiermit beschwere ich mich, nein, klage ich dieses Russland Putins an: Der fortwährenden Menschenrechtsverletzungen und des brutalen Angriffskrieges gegen ein souveränes Land und deren freien Bürger. Was interessiert mich der Palast dieses heimtückischen Mörders?
In Mariupol wurde eben das von Russland zerbombte Theater wieder eingeweiht. Das Theater, in dem 2022 viele Hundert Frauen und Kinder Zuflucht gesucht hatten, vor deren Tür in riesigen Lettern „Kinder“ geschrieben stand. Das Theater, das dann trotzdem von Russland zerbombt wurde, in dem eine Freundin eines mir bekannten jungen Ukrainers umgekommen ist. Die dortige russiche Kultur wird auf dem blutigen Boden des Jahres 2022 veranstaltet.
Wie soll man diesem russischen Präsidenten vertrauen oder seinem Regime oder dem russischen Volk? Letzteres hat es verpasst, gegen diesen Zaren rechtzeitig aufzustehen. Als es noch ohne Risiko für Leib und Leben möglich war. Jetzt droht Haft, Folter, Fronteinsatz. Russland hatte immer seine Zaren und Kriege. Die Menschen haben sich daran gewöhnt. Wir dürfen uns in Deutschland an antilibertäre Politiker nie gewöhnen. Wir müssen die Tore aufhalten für die Schutzsuchenden aus der Ukraine, aus dem Iran, müssen Afghanen aufnehmen. Oder welche christlichen Werte genau haben wir eben noch an Heiligabend gefeiert?
Der AfD-Chef Chrupalla meinte neulich: „Mir hat Putin nichts getan“.
Dieser Angriff heute in Charkiw ist auch ein Angriff auf uns. Wir sind miteinander verbunden. Und das ist gut so.
3000,- Euro von der Alphartis-Stiftung

Alphartis SE ist das Dachunternehmen von mittlerweile 20 Autohäusern in Baden-Württemberg. Eines davon ist die bhg in Kehl. Eben diese Alphartis hat eine eigene Stiftung, die jedes Jahr pro Filiale einen Betrag zur Unterstützung einer sozialen Vereinigung, Verein oder Institution spendet.
Als mich im November das Kehler Autohaus anrief, dachte ich zunächst an ein Verkaufsgespräch, freute mich aber umso mehr über die angekündigte Scheckübergabe. Die Zeiten sind gesellschaftlich eher gegen Geflüchtete ausgerichtet: Wie kann man die Einreise neuer Asylbewerber verhindern, wie Bisherige wieder los werden. Dass die Alphartis an uns dachte tut sehr gut und zeigt die Empahthie Schutzsuchender gegenüber, die trotz allem noch vorhanden ist.
Am 12. Dezember war es so weit. Mit Herrn Scheller von der bhg Kehl fuhren wir nach Horb und waren mit 19 anderen gruppierungen Teil der Spendenübergabe in der Firmenzentrale. Margarita stellte unsere Arbeit in bewegenden Worten vor und kündigte auch die Unterstützung der künftigen Bewohner des Flüchtlingshauses in Schneeflären an, das demnächst bezogen werden wird. Eindrücklich war es auch, zu hören, wie viele unterschiedliche soziale Hilfsorganisationen es gibt, in denen jeder in seinem Bereich eine Gesellschaft erst möglich macht: Clowns im Krankenhaus, Lebenshilfe, Frauenhaus und vieles mehr.
Die 3000,- Euro sind bereits auf unserem Konto angekommen und werden unserer Arbeit die notwendige finanzielle Beinfreiheit geben. Vielen herzlichen Dank an die Alphartis Stiftung in Horb!
Demonstration zum Unabhängigkeitstag der Ukraine


Am Sonntag, den 24.08. beging die ukrainische Exil-Gemeinde in Kehl ihren so wichtigen Unabhängigkeitstag. Eben diese Unabhängigkeit ist nach wie vor täglich bedroht und Spielball zwischen Putins Russland und dem amerikanischen „Präsidenten“. Im Gegensatz zu letztem Jahr war es diesmal vom Wetter her weitaus angenehmer. Brannte 2024 noch die Mittagssonne erbarmungslos auf die Köpfe der Demonstranten, so war der Platz vor der Kirche in ein warmes, entspannendes und tröstendes Licht mit angenehmen Temperaturen getaucht.

Viele der mittlerweile vertrauten UkrainerInnen kamen, oft mit den buntbestickten Blusen und Hemden und zeigten sich solidarisch mit ihrem geschundenen Land. Margarita Koshyl begrüßte die Anwesenden und führte durch das vorbereitete Programm. Martin Kujawa, vom DUGO-Vorstand, sprach über die uns unbekanntere Geschichte der ukrainischen Unabhängigkeit. Liubov Ovanesian aus der zerstörten Stadt Bachmut sang „Tscherwona Ruta“. Illia Zheldakov und Veronika Zheldakova spielten mehrere Geigenduette und zu dem Gesang der UkrainerInnen das Volkslied „Tscherwona Kalyna“.
Larysa Kot rezitierte ein hochemotionales Gedicht über den Krieg in ihrer Heimat, Ihor Stoloka spielte zwei bekannte Lieder zu seiner Gitarre.
Den Abschluß bildete der Auftritt des Cellisten Stas Fekete, der in seiner Musik klassische Musik mit Rockelementen mischt und auf diese Weise sehr viel ukrainisches Selbstbewusstsein auf musikalische transportierte. Es war schön, all die vertrauten Gesichter begrüßen zu dürfen, die alle kleine oder größere Geschichten mit den Menschen der Kehler Flüchtlingshilfe verbindet. Es ist richtig, dass sie alle hier in Sicherheit sind und sich auch viele Deutsche auf dem Marktplatz mit ihnen solidarisierten.
Rückblick auf das letzte Cafe International vor der Sommerpause

Leider musste das geplante Picknick ausfallen. Zu unbeständig bis heftigst schlecht war das Wetter. Eingerahmt von Musik des internationalen Hausduos kamen die Anwesenden mit einem Fragekatalog gegenseitig ins Gespräch. Von einfachen Fragen: „Wo ist Dein Lieblingsplatz in Kehl“ über „Was ist Dein Lieblingsfilm“ bis hin zu Tiefergehendem wie „Was war Dein schönster Tag im Leben“ und „Was war das Wichtigste, das Du in Deinem Leben gelernt hast“.
Die Gespräche kamen sehr gut in Gang und wollten kein Ende finden. In der 2. Halbzeit wurde es nochmal sehr lebendig im Saal, als 2 Familien mit ihren quirligen Kindern hereinkamen.
Bis zum Oktober ist jetzt erstmal Pause. Dann geht es wieder mit neuen Ideen weiter. Seien Sie uns willkommen! Bei uns gibt es keine Grenzkontrollen. Wir freuen uns auf Sie und euch!


„Du schaffst das. In 20 Jahren spielst Du hier. Lass Dir keine Angst vor dem „F“ machen.“


Aktuell: 23 junge Ukrainer im Offenburger Kino

Wenn trump mit putin telefoniert, wird es für die Exilukrainer in Kehl und Offenburg noch gefährlicher in ihrer Heimat: Die Angriffe auf die Hauptstadt Kyjiw, Charkiw, Odessa usw. werden während den Telefonaten noch intensiviert. Das macht etwas mit den Menschen hier.
Schön, dass die Betreiber des Kinos in Offenburg hier den Bedarf erkannt hat. Nach der vertrauten Sprache in einem aktuellen Film. Die Resonanz ist jeweils riesig: Der Saal mit ca. 150 Plätzen war so ausgebucht, dass eine weitere Vorstellung in einem Zusatzraum angesetzt wurde.
Wir haben 23 junge Besucher dabei finanziell unterstützt, ihnen die Kino- und, wo notwendig, auch die Fahrkarten bezahlt. Margarita lud in den Telegram-Gruppen ein und Liubov sammelte und sortierte die Anmeldungen. Es war ein voller Erfolg! Nicht nur, weil all die jungen Menschen einen lustigen Kinoabend hatten, sondern weil sie aus dem Kinosaal, voll mit anderen Ukrainern, die alle tagtäglich die gleichen Sorge und Ängste für ihre Zukunft haben, sicher Kraft mitgenommen haben. Wir sind hier in der Fremde nicht alleine, wir sind viele und zusammen.
149 Ukrainer und 1 Deutscher, der nicht verstand, warum die Hawaiianer im Film so selbstverständlich Ukrainisch sprechen 🙂
trump und putin sind auf berechtigten Wunsch von Margarita kleingeschrieben



Die Kehler Flüchtlingshilfe ist eine ehrenamtliche Initiative zur Unterstützung von Geflüchteten im Raum Kehl. Wir helfen geflüchteten Menschen in ihrer neuen Heimat Kehl bei der Integration – sowohl durch konkrete Hilfen, als auch durch das damit verbundene Vermitteln von: „Es ist ok, dass ihr mit uns in Kehl lebt“.
Die Leitung der Kehler Flüchtlingshilfe besteht derzeit aus






Frau Koshyl ist ein äußerst wichtiges Mitglied unseres Teams geworden. Sie spricht deutsch und ukrainisch und hilft uns, mit den Ukrainern auf vertrauensvolle Weise in Kontakt zu treten. Ihre Doppelrolle, Flüchtling und Flüchtlingshelfer gleichzeitig zu sein, ist für unsere Arbeit sehr hilfreich. Mittlerweile ist sie auch an der redaktionellen Arbeit für diese Homepage beteiligt.
Frau Kohistani stammt aus Afghanistan und setzt sich seit einiger Zeit in unterschiedlichen Treffen und Projekten für die Bedürfnisse der afghanischen Geflüchteten in Kehl ein. Die Bildung einer afghanischen (Kontakt) Gruppe strebt sie derzeit als Projekt an, damit auch diese, zur Zeit in den Hintergrund der Aufmerksamkeit gedrängten Afghanen, ihre Stimme erhalten und ihre eigene, wertvolle Kultur, jenseits der Taliban, in Kehl vorstellen und einbringen können.
Frau Ovanesian stammt aus der Ostukraine und lebt mit Vater und Tochter seit Monaten in Kehl. Sie ist neben Frau Koshyl der zweite heiße Draht zu der ukrainischen Exilgemeinde in Kehl. zusammen mit ihr haben wir schon viele Projekte organisiert. Ihre Kontakte und ihre ruhige Zuverlässigkeit und Geduld helfen uns, gemeinsam das Richtige zu tun.
Interview mit Margarita Koshyl
Aaron und Clemens Bruder haben in diesem 3 teiligen Video Margarita zu ihrer Flucht mit ihrer Mutter Victoria und dem langen Weg nach Kehl gefragt. Was nimmt man mit, wenn man nicht weiss, wohin? Wie kommt man damit klar, dass einige der Liebsten in der Heimat zurückbleiben? Wie beginnt man eine vollkommen unklare Zukunft zu organisieren? Wie behält man seine Lebensfreude?
Hier ihre Antworten:
Wir führen seit 2014 Projekte mit vielen anderen Helfern und Initiativen durch. Da wir kein eingetragener Verein sind, führen wir bei dem Verein Vielfältiges Kork e.V. ein Unterkonto, auf das unsere eingehenden Spenden verbucht werden. Von dort aus erhalten Sie auch bei Bedarf Ihre Spendenbescheinigungen.
Niemand flüchtet einfach so mit seiner Familie in ein anderes Land. So haben wir seit 2015 viele Afghanen, Syrer, Iraker begleitet und unterstützt. Aktuell kommen sehr viele Ukrainer nach Deutschland und eben auch nach Kehl. Die Ursache ihrer Flucht, den brutalen Angriffskrieg der Regierung Putin, können wir nicht beenden. Wir können aber alle zusammen versuchen, seinen Opfern hier in Kehl zu helfen.
So viele Kehler Bürger möchten helfen, etwas tun. Dabei soll diese Hilfe auch zielgerichtet beim Flüchtling ankommen! Dafür sorgen wir durch die direkte Einbindung der ukrainischen Geflüchteten in alle, sie betreffenden Entscheidungen, innerhalb unserer Organisation. Der direkte Kontakt mit Margarita, welche ihrerseits wieder direkt im Austausch mit den weiteren Geflüchteten in Kehl ist, sorgt hier für rasche Entscheidungen und „passgenaue“ Hilfeleistungen.
Die ukrainischen Kinder möchten Danke sagen!
Die in Kehl lebenden und geflüchteten ukrainischen Kinder sind begeistert von ihren Laptops. Mit Ihrer Hilfe können die Schüler in Kehl weiterhin in ihrem (ukrainischen) Klassenverband und in ihrer Muttersprache lernen. DANKE, für Ihre Spende, die das ermöglicht hat!
„Einstein“-Schüler:innen übergeben Spende an die Kehler Flüchtlingshilfe
In den Wochen vor den Osterferien haben unterschiedliche Klassen, Schülerinnen und Schüler sowie AGs am Einstein-Gymnasium Spenden-Aktionen für die Ukraine durchgeführt. Dank der großen Spendenbereitschaft und dem Einsatz aller Beteiligten kam am Ende die beachtliche Summe von über 3300 Euro zusammen. Geld, das den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine zugutekommen soll.
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